An wen kann ich mich wenden, wenn ich von sexueller Belästigung betroffen bin?

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Erstberatung
Die Erstberatung dient der Klärung dessen, was vorgefallen ist, und der emotionalen Entlastung durch ein vertrauensvolles Gespräch. Dabei werden auch die eigenen Ressourcen des * der Betroffenen und die Möglichkeiten eruiert, um das Problem zu lösen. Abschließend werden die Möglichkeiten der weiteren Beratung erörtert und ggfs. das Vorgehen bei einer Beschwerde besprochen. In der Erstberatung bleibt das Besprochene vertraulich, d.h. die Beratungsperson ist zur Verschwiegenheit verpflichtet und unternimmt von sich aus keine weiteren Schritte.

Wenn Sie eine zunächst anonyme Beratung wünschen, wenden Sie sich an eine der unten genannten Kontaktpersonen (Prof. Dr. Martina Benecke, Dipl. Psych. Alexander Lassner).

Folgende Personen bieten ihre Beratung an:

  • Prof. Dr. Martina Benecke ist Jura-Professorin und Ansprechperson zum Schutz vor sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt nach dem Bayerischem Hochschulinnovationsgesetz. Sie ist Expertin im Bereich Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und hat gleichzeitig langjährige Erfahrungen in der Beratung zu sexueller Belästigung, Diskriminierung und Mobbing.
    Kontakt: martina.benecke@jura.uni-augsburg.de

  • Alexander Lassner (M.Sc.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie. Er ist Psychologe und psychologischer Therapeut.  Kontakt: alexander.lassner@med.uni-augsburg.de   


Weitergehende Beratung
Ob eine weitergehende Beratung zur Klärung eigener Lösungsmöglichkeiten mit einer der genannten Beratungspersonen aus dem Erstgespräch hervorgeht, lässt sich manchmal erst in einem zweiten Gespräch klären. Die Anonymität wird ab diesem Zeitpunkt aufgelöst. Wichtig: Die ausschließlich auf die Beratung ausgerichtete Rolle des * der Beraterin wird aufgelöst, wenn der Verdacht auf einen Straftatbestand besteht oder wenn ein Schaden für die Universität entsteht. In diesem Fall ist der * die Beraterin verpflichtet, den Vorfall selbst an die Rechtsabteilung zu melden.

Die Entscheidung, ob die Beratung fortgesetzt wird, hängt im Wesentlichen davon ab, ob sie in diesem Rahmen und im Umfang von 2-3 Gesprächen überhaupt geeignet ist, das Problem zu lösen.

Bei der Beratung wird thematisiert, ob eine Meldung an den Dienstvorgesetzten oder eine Beschwerde nach AGG eingereicht werden soll. Besonders in Fällen von Benachteiligung wird der * die Beraterin nachdrücklich darauf hinweisen, dass der Arbeitgeber/Dienstherr sogar verpflichtet ist, erforderliche Maßnahmen einzuleiten und dass es daher ratsam ist, die Rechtsabteilung der Universität einzubeziehen. (Nähere Informationen dazu unter: Was geschieht, wenn ich einen Vorfall offiziell melde?) Der * die Betroffene wird bei der Darstellung des Sachverhaltes beraten.

Sollte sich derdie Betroffene gegen eine Meldung entscheiden, dokumentiert der * die Beraterin für die interne Statistik Ort, Zeit und Art des Vorfalls in anonymisierter Form sowie den Umfang der durchgeführten Beratung. Wenn ein über die sexuelle Belästigung hinausgehendes Fehlverhalten vorliegt, können und sollten auch andere Stellen eingeschaltet werden, die nach festgelegten Regeln arbeiten:
  • die Kommission für wissenschaftliches Fehlverhalten,
  • das Ombudsgremium für Konflikte an wissenschaftlichen Arbeitsplätzen oder
  • das Bedrohungsmanagement.

Zum Abschluss des zweiten Gespräches verabreden der * die Betroffene und der * die Berater*in die Möglichkeit und ggfs. den Zeitpunkt eines dritten Beratungstermins. Falls der * die Betroffene zur Problembewältigung das Gespräch mit der belästigenden Person sucht, kann der * die Berater*in seine*ihre Unterstützung anbieten.

Sollte sich herausstellen, dass umfangreicheres, psychosoziales Hilfsangebot für die psychische Bewältigung der sexuellen Belästigung indiziert ist, kämen interne und externe Fachberatungsstellen in Frage:
Dieser Artikel wurde von Universität Augsburg erstellt und zuletzt am aktualisiert.
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